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Erlebnisbericht: Über Treffen "Weingartenführung"

Geschrieben von User15 Chanelnr5 07.11.2017 17:47h (geändert: 07.11.2017 23:25h) | 78 x gelesen

Bericht von: Treffen "Weingartenführung"
Ort: Pestsäule Bankerl, Marktplatz , 2380 Perchtoldsdorf, Niederösterreich, Österreich
Termin: Samstag 04.11.2017 10:45h

2 Teilnehmer
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Immer ganz anders und sehr interessant!

Bei Traumwetter, die Weingärten in wunderschönes Gelb aber auch noch bisserl Grün und Rot gefärbt starteten wir diesmal zu Fuß zum Breitenecker, der früher der am weitesten außen liegende Weinbauer war. Zu ihm wurde der Hüter Martin, nach einer Legende, nachdem er von Dieben niedergeschlagen wurde gebracht und gesund gepflegt.

Den Tag seines erst Besuchs der Messe in der Perchtoldsdorfer Pfarrkirche feiern wir mit dem Perchtoldsdorfer Hütereinzug.

Wir gingen also zum Breitenecker in den Keller und hier wurde uns gezeigt, wie das Untergestell der Pritsche aussieht und wie mit dem Eichenlaub die Pritsche gemacht wird. Wie das Herzerl mit den Nüssen gemacht wird….

Unsere Weingartenwanderung durch die Perchtoldsdorfer Rieden war auch dieses Jahr für unser Wissen eine Bereicherung.

Es war sehr umfangreich und ich versuche hier sofern ich mir das auch gemerkt habe bisserl etwas zu erzählen.

Ging es letztes Mal um die diversen Sorten von Weinen so erfuhren wir dieses Mal viel über Kultur und Rebschnitt.

Es gibt noch von Reben, die wie früher kurz gehalten ca 30 bis 65cm hoch.alte Kulturen Die Rebe wird so geschnitten, daß nur drei nach oben wachsende Triebe bleiben. Ergibt aber geringe Erträge, daher für den Massenweinbau nicht geeignet, ist aber vorallem im Süden vereinzelt wieder im Kommen. Geht vermutlich noch auf Griechen und Römer zurück.

Hochkultur

Die bei uns am häufigsten praktizierte Weise ist mit Drahtrahmen und Stützen eine Hochkultur mit Stämmen von ca 80 cm für Ernten mit einer Rütelmaschine sollte es nur 60cm hoch sein. Dabei ranken sich die Reben an Drähten empor. Zunächst wird beim winterlichen Rebschnitt eine Fruchtrute stehen gelassen (die dem Stamm am zweitnächsten befindliche), auf sechs bis zehn Augen geschnitten, gebogen und am untersten Draht festgebunden. Sie soll die Trauben tragen. Die dem Stamm am nächsten wachsende Fruchtrute wird auf zwei Augen angeschnitten. Sie trägt im darauf folgenden Jahr die Früchte.

Diese Hochkultur verdanken wir einem österreichischem Pionier Lenz Moser aus Rohrendorf er bewies anfänglich mit der Sorte grünen Veltliner dass Hochkulturen Winterfrost gut überstehen und auch besser zu bearbeiten sind.

Mitte der 1950er-Jahre, begann die Verbreitung der Hochkultur. Weinbauvereine machten eine Exkursion nach Rohrendorf um Neues zu sehen und lernen. Das Ausland zeigte Interesse an der „Lenz Moser Erziehung“.

Es gibt die z.B. Doppelstockpflanzung hier wird die Anzahl der Pflanzstellen halbiert und jede Pflanzstelle mit zwei Setzlingen (nebeneinander in der Reihenrichtung) zu bepflanzen. Damit halbiert sich der Kostenaufwand beim Unterstützungsmaterial. Der Pflanzabstand in der Reihe verdoppelt sich. Bei der Doppelstockbepflanzung kann sich jeder Stock nur in eine Richtung entfalten, was beim Schnitt berücksichtigt wird.

Unser Weingartenführer Herr Zechmeister. (Seine Tochter ist die erste diplomierte Weinönologin Österreichs des Universitätslehrgangs und kredenzte uns ihren ausgezeichneten Zweigelt im Holzfass ausgebaut, zeigte uns die frisch ausgepflanzten Weingärten, einjährige und 2 und 3 jährige und erklärte genau den Schnitt.

http://www.der-winzer.at/?id=2500%2C5545038%2C%2C%2CY2Q9MTAxJnhfX1NFVF9TVEFSVFtoaXRib3hdPTEwMCZ4X19TRVRfRU5UUllbaGl0Ym94XT0xMDAmaW50PTE%3D

Wir erfuhren, dass die Reblaus sehr wohl noch existiert, aber solange sie nur an Blättern saugt ist der Schaden nicht so groß. Befällt sie aber Wurzeln, so sterben die Stöcke ab.

Die Wurzeln von amerikanischen Weinstöcken sind resistent und daher werden bei uns die Veredlungen der europäschen Sorten auf diese gepfropft das hat zum Eindämmen des Befalls geführt.

Wir sprachen noch über die Pflege von Bioweinkulturen und vieles mehr. Alles hab ich nicht geschafft mir zu merken. Gegen Ende kamen wir zu der Hiatahütten , wo uns 2 junge Weinbauernsöhne mit zümpftiger Ausrüstung von früher zum Schutz der Ernte vor Dieben begrüßten.

Es wurden paar lustige Geschichten erzählt und viel gescherzt, was die da wohl so getrieben haben in den Hütten. Anschließend gings zu einer netten kommentierten Weinverkostung zur Perchtoldsdorfer Burg. Hoffe ich konnte diesen interessanten Tag in den Perchtoldsdorfer Weingärten richtig zusammen fassen und Euch erzählen. Fotos kommen in den nächsten Tagen

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