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Hallo grüß dich

In kurz: Bist du motiviert rhetorisch und in Gesprächen (und generell in Sozialkompetenz) wirklich besser zu werden? Dann ist dass hier wohl interessant.

Meine Story: Ich hatte vor einigen Jahren starke soziale Ängste, und vor Leuten zu stehen war sowieso undenkbar. Ich wollte das ändern und habe über die Jahre einen Haufen Sachen gemacht, unter anderem auch so ca 18 Seminare im Bereich soziale Kompetenz, wie zb Rhetorikkurse. Heute rede ich regelmäßig vor Leuten, in Rhetorik-Seminaren bin ich der der ‚eh kein problem hat‘, nach Reden bekomme ich Feedback dass es supi war, Leute glauben teilweise ich sei furchtlos auf die Welt gekommen. Aber ich will mehr. Ich will keine subtilen Veränderungen, ich will mal wieder etwas machen dass mein Leben / meine Persönlichkeit wirklich verändert.

Meine Kritik an den meisten Seminaren die ich gemacht habe: - Sie haben extrem wenig langfristigen Effekt (obwohl man während dem Seminar voll das tolle Gefühl hat gerade sehr viel zu lernen) Praktisch alle Seminare fühlten sich toll an während ich sie gemacht habe – und kurz nachdem. Ich glaubte ich habe viel gelernt, es war sehr interessant, ich hatte einige Aha-Effekte und habe auch einige Übungen gemacht. Nach 1 Monat hingegen war das Seminar ‚aus den Augen, aus dem Sinn‘, die Aha-Effekte sind verflogen und die einmal gemachte Übung hatte auch keinen Effekt – konkret hat sich in meinem Leben nichts verändert, bzw an den Fähigkeiten vielleicht nur minimal. Aber da kam ich selten drauf – weil ich habe nicht bewusst nach einem oder zwei Monaten nach dem Seminar reflektiert was es wirklich für einen Unterschied in meinem Leben gemacht hat (stattdessen: ‚es wird schon was gebracht haben‘)

Kleiner Test: was war das letzte Seminar wo du warst? An was kannst du dich von dem Seminar noch erinnern? Welche Sache machst du aus dem Seminar noch heute? Hat es dein Leben verändert?

- Zu viel Zeit wird auf Informationswiedergabe verwendet, zu wenig Zeit auf Übungen Ich sag mal: Informationen sind relativ sinnlos, Erfahrungen sind wertvoll. A la ‚wir sind Wissens-riesen und Umsetzungs-zwerge‘ Informations-präsentation ist wohl beliebt in Seminaren weil: Ich als Teilnehmender habe das Gefühl etwas zu lernen und erfreue mich an Aha-Effekten und ‚geheimen Tips‘. Ich habe das das Gefühl Fortschritte zu machen – während ich gemütlich dasitze. Informationen findet man zuhauf günstig in Büchern, die kann man sich daheim selber durchlesen (die Buchautoren sind meist größere Experten als die Trainer) – oder man gibt halt schnell ‚rhetoriktips‘ bei youtube oder google ein. Da muss man keinen teuren Trainer zahlen der dass vorliest.

Rhetorik lernt man genau so wenig wie Radfahren oder boxen durch Bücher-lesen bzw Informationsaufnahme. Wie vieles andere auch lernt man Rhetorik durch ‚tun‘ – Reden halten lernt man durch Reden halten. (+Feedback ist auch gut)

- Fähigkeiten brauchen Zeit Wie lange dauert es ein Musikinstrument zu erlernen? Eine Sprache? Gut malen zu können? Jahre. Die Idee dass man eine Übung einmal macht und sich dann irgendetwas verändert.. ist witzig. Ein Wochenendseminar zu machen ist ein bisschen so wie einmal ins Fitnessstudio zu gehen.

4 Stufen der Kompetenzentwicklung: Unbewusst inkompetent Bewusst inkompetent Bewusst kompetent Unbewusst kompetent

Bei unbewusster inkompetenz ist man sich garnicht selbst bewusst welche Fehler man macht. Bei bewusster inkompetenz merkt man während der Aktivität welche Fehler man macht. Dann dauert es eine Weile bis man Stück für Stück dieses unproduktive Verhalten ändert und dann bewusst das Richtige macht – weil man sich darauf konzentriert. Dann ist es noch ein weiteres großes Stück dass man Stück für Stück produktive Verhaltensweisen so oft wiederholt dass sie automatisch werden – also dass man sich nicht mehr darauf konzentrieren muss – unbewusst kompetent. Dieser Prozess durch die 4 Stationen dauert lange → immer tun – feedback – tun – feedback….

Spitzensportler trainieren jeden Tag zb 3h. Ganze Bücher (‚Outliers‘, ‚Talent Code‘, ‚Mastery‘) wurden darüber geschrieben dass ‚Meisterschaft‘ in jedem Feld etwa 10 000 Stunden an konkretem Üben erfordert. Eine andere Zahl: Um eine Gewohnheit zu etablieren wird als Richtlinie oft die Zeitspanne 3 Wochen angegeben (30 Tage und 90 Tage sind unter anderem auch im Umlauf).

Rhetorik (vor einer Gruppe stehen und reden) hat auch etwas mit Selbstbild und Selbstvertrauen zu tun – wie ist meine Stellung in der Welt, wie viel bin ich wert usw.. (Stricken zb hat dagegen weniger mit Selbstbild und Selbstvertrauen zu tun) - hier muss sich manchmal in gewissem Sinne das ganze Selbstbild ändern, die Identität. Dies passiert wenn man dranbleibt und über längere Zeit immer wieder Erfolge in diesem Bereich sammelt.

Desweiteren: Erst wenn die Angst weg ist geht das Lernen in einem gewissen Sinn erst richtig los

- Seminare sind sauteuer

Ich suche Menschen die auch das folgende interessiert: - „Rhetorik-club“ Ein low-cost (kostenbeitrag für organisation und durchführung pro 2h-termin) Rhetoriktraining, langfristig ausgerichtet mit einem ~2h Termin wöchentlich (mit pausen) oder 2wöchentlich. Mit vielen Übungen, dranbleiben an Übungen, Feedback, videoaufnahmen – nach den prinzipien von oben. Ohne übernachtung und essen zu zahlen. Kein Einmalding, sondern langfristige Verbesserung. Ein Hobby dass hardcore etwas bringt in Sachen Auftreten, Gespräche usw.

- Keiner macht das. In jedem Sport hat man große Konkurrenz von Leuten die motiviert stundenlang jeden Tag hart trainieren. Aber wer trainiert auch nur ansatzweise Rhetorik. (Die ‚Spitzenreiter‘ machen wohl einmal im Jahr einen Kurs mit viel Theorie und paar Übungen die sie jeweils einmal probieren, ohne jede Erfolgskontrolle und Korrektur nach dem Seminar) Stell dir vor du übst jeden Tag boxen und trittst gegen Leute an die jedes Monat einen Tag trainieren.

- das Ganze ist ausbaufähig Ich habe einige Seminare schon gemacht, du wahrscheinlich auch. Wie gesagt hilft es aber nicht eine Übung 1-3 mal zu machen. Sondern: so lange machen bis man sie meistert, bis man sie unbewusst kann, bis man sie im Alltag einsetzen kann bzw noch ärger: bis man die Technik im Alltag unbewusst einsetzt ohne daran denken zu müssen.

Reden zu halten ist eine Sache. Es gibt noch viele viele weitere Gesprächstechniken usw. die es lohnt zu lernen.

- wichtig ist: - an Dingen dranzubleiben. Nicht Übung einmal machen, ‚war nett‘ und dann wieder vergessen. Entweder es lohnt sich eine Übung zu meistern und im Alltag einzusetzen / Früchte zu ernten, oder es lohnt sich garnicht. - Erfolgskontrolle. - dass man gerne hingeht. Aber die größte Motivation ist dass man hier an sich arbeitet um seine Ziele zu erreichen, und zwar sehr effizient.

Bist du in irgend einer Weise Interessiert? Dann schick mail an rhetorik.linz@gmail.com. Dann kriegst du Info wann etwas ist. Ich freu mich.

Greets! Mike

User65
Efficiency Organisator

1 Ein Gruß an die Gruppe

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  • User35
    Lm91, Sonntag 10.06.2018 22:29h

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