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Meeting review: Über Treffen "FÜHRUNG: Trinken, Baden und Toilettengang"

Posted by User15 Monchichi1966 06/10/2017 06:47PM (modified: 06/10/2017 07:05PM) | 133 x read

About: Meeting "FÜHRUNG: Trinken, Baden und Toilettengang - mit Ilse & Georg"
Place: Donnerbrunnen, Neuer Markt , 1010 Wien, Innere Stadt, Wien, Österreich
Date: Saturday, 06/10/2017 09:45AM

25 Attendees
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Liebe Freunde & Freundinnen!

Auch heute durften wir wieder in den hohen Genuss kommen, den Ausführungen von Ilse & Georg zu lauschen, die uns zu dem Thema “Trinken, Baden und Toilettengang” jede Menge Neues und Spannendes erzählten.

Beginnend am Donnerbrunnen (die Figuren am Brunnen sind nicht mehr original – die Originale befinden sich im Belvedere), lauschten wir der Erzählungen, die sich auch rund um diesen Brunnen zugetragen haben. Hier am “Neuen Markt” war es auch üblich das “Bäckerschupfen” zu betreiben – am Anfang auch mit Fäkalien und nicht mit Wasser, bis der erste sich so sehr verschluckte, dass er daran starb. Dann ging man zu Wasser über. 1773 wurde diese Art der Bestrafung abgeschafft.

Schon mal die Figuren des Brunnens genau angesehen? ZB die Figur “Enns” die einen Fährmann darstellt? Geht mal hin und schaut auf was dieser sitz! Oder die “Traum”, die versucht einen Fisch aufzuspießen? Der Fisch wurde leider geklaut und ist im Moment nicht vor Ort (offensichtlich einem Souvenirjäger zum Opfer gefallen)! ;-)

Wie immer kann man hier gar nicht alles erzählen, was wir gehört und erlebt haben und es sind oft diese Minidetails, die wohl keiner von uns beachtet und auf die uns Ilse & Georg immer wieder hinweisen. Sucht mal auf der Pestsäule das Bild mit der Sintflut. Im Leben hätte ich dort nicht die Arche Noah entdeckt. :-)

Was Wien auch so besonders ausmacht, ist sein natürliches Kanalsystem. Die überdachten, natürlichen Bäche mit ihrem Gefälle verschonen die Stadt in den Fäkalien zu ersticken. Wir hörten, dass in Städte wo Kanäle nur “künstlich” erbaut wurden und mit Pumpen ausgestattet sind, dass es oft zB nach längeren Katastrophen (wie Stromausfällen) immer wieder notwendig war Kanäle neu zu erbauen, da stehende Fäkalien hart wie Beton werden. Das bleibt Wien in dem Fall erspart, weil sie nicht auf den Strom angewiesen sind.

Wir besuchten die Kleeblattgasse, hier befand sich seit dem 14. Jahrhundert die Badestube “Zu den Röhren” (auch “Zum kleinen Ofenloch” genannt). Weiters sahen wir kleinen Seitengang, wo heute noch die Hacken zu sehen sind, an denen der Hausherr Kübel mit Wasser aushängen musste (im Falle eines Brandes schnell greifbar) und natürlich die schönste und bekanntestes Jugenstil-Toilette am Graben. Da gab es früher zwei verschiedene Klassen – die Toilette mit Waschbecken und die ohne.

Wir gingen ebenfalls runter – natürlich brav getrennt Mädchen und Jungs und erhielten unten ebenfalls noch nette Infos, wie z.B. dass früher auch zwei Aquarien sich hier befunden haben. Es waren auch gerade “Gäste” auf der Toilette als wir runterspazierten – muss auch ein komisches Gefühl für die gewesen sein, wenn da so viele vor einer Türe stehen, die auch so manche (durch die Glasscheiben) Einblicke erahnen lies.

Schon mal was von “Buttenweiber” gehört? Buttenweib, typische Wiener Figur. Die Frauen (seltener Männer) gingen im 18. Jahrhundert mit ihren (wohlverdeckten) Butten, die sie auf dem Rücken trugen, durch die Straßen oder durch den Prater und ersetzten mit diesen (gegen Entgelt) die erst wesentlich später entstandenen öffentlichen Bedürfnisanstalten. – Wieder so ein Beruf der durch Modernisierung verloren ging! ;-)

Der Abschluss bildet der Trinkbrunnen am Hohen Markt, an dem nicht nur der Mensch, sondern auch Vögel und Hunde ihren Durst lindern können. Der Bürgermeister von Wien, hat diesen Brunnen oft als Geschenk in die verschiedensten Städte mitgebracht.

Wie immer eine tolle Führung, mit so vielen neuen Inputs.

Und nach einer kurzen Pause ging es für Ilse & Georg auch schon in die nächste Runde und die zweite Gruppe begann ihre Führung. Und obwohl es zeitig in der Früh noch nicht so ausgesehen hatte, war es bei beiden Führungen trocken und die Sonne schien (2. Führung hat nur ganz kurz ein paar Tröpfchen abbekommen).

Danke wieder für das große Interesse und auf ein baldiges gesundes Wiedersehen!

Liebe Grüße

Gudrun

27 Pictures

1 Comment

  • User35
    Numerauna, Saturday, 06/10/2017 06:58PM

    Liebe Gudrun, das war – wie immer – eine sensationelle Führung mit zahlreichen side-steps, die Lust auf die nächsten Führungen machen! Lg

    • User15
      Monchichi1966, Saturday, 06/10/2017 07:07PM

      Ja, alleine bei der heutigen Führung kam drei Themen zur Sprache, die wiederum in einer neuen Führung für uns enden werden! ;-) Ich glaub, ich kann noch länger nicht bei Groops in Pension gehen! ;-)

      • User15
        Susi6740, Saturday, 06/10/2017 08:16PM

        Oje und wer ist schuld? Ich ;)

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